Das war unser Jahr 2015

2015 war ein überaus bewegtes Jahr für unseren Ortsverband und deren Mitglieder.

Thomas KlysczAuch unser Handeln war von Jahresbeginn an geprägt durch die noch immer hochaktuellen Themen PEGIDA und dem Zustrom der Asylbewerber. Dabei spielte Freital gerade zu Jahresbeginn in der öffentlichen Wahrnehmung eine ausgesprochen unrühmliche Rolle mit den teils gewaltsamen Protesten gegen die Asylbewerberunterkunft im ehemaligen Hotel oder Anschlägen auf Kommunalpolitiker, deren Geschäftsstellen oder gar Unterkünfte von Asylbewerbern selbst. Am letzten Wochenende gipfelte das dann gar in einer Orgie hasserfüllter Schmierereien an verschiedenen Orten im Stadtgebiet mit Drohungen gegen den Oberbürgermeister. Diese Exzesse waren und sind eine Schande für für unsere Stadt.

Die Ausdehnung des Ortsverbands Region Freital ab 2015Ebenfalls zu Beginn des Jahres erfolgten auch weitreichende Veränderungen in den Ortsverbandsstrukturen. So wurde dem Ersuchen des Ortsverbands Tharandt zugestimmt, im Freitaler Ortsverband aufzugehen. In der Folge hat sich das Verantwortungsgebiet neben Bannewitz, Freital und Kreischa um die Gemeinden Dorfhain und Tharandt erweitert. Folgerichtig wurde bei den Ortsvorstandswahl auch der Tharandter Otto Bahlinger als Beisitzer gewählt.

Durch das missliche Ergebnis bei der vorjährigen Kommunalwahl war es für uns in 2015 besonders beschwerlich, uns wahrnehmbar kommunalpolitisch bemerkbar zu machen. Unser einziger Mandatsträger im Ortsverbandsgebiet, der Freitaler Stadtrat Lothar Brandau hat nach Kräften versucht, als fraktionsloser Stadtrat, Themen unserer kommunalen Programmatik in die Kommunalpolitik einzubringen. Das ist ihm in verschiedenen lokalen Themen durchaus gut gelungen. Bei den großen Themenfeldern ist es aber eine extrem schwierige Aufgabe, größere Fraktionen zu überzeugen und für seinen Standpunkt Mehrheiten zu finden.

Beim Wahlkampf um das Oberbürgermeisteramt traten die örtlichen Liberalen nicht mit einem eigenen Kandidaten an und sprachen auch keine Empfehlung aus. Letztlich hatte, durchaus erwartbar, trotz 3 Gegenkandidaten der CDU-Kandidat Uwe Rumberg bereits im ersten Wahlgang die notwendige Mehrheit auf seiner Seite. Dieser personelle Wechsel an der Spitze der Stadtverwaltung hatte in subjektiver Wahrnehmung durchaus positive Wirkung auf die Zusammenarbeit von Verwaltung und Stadtrat.

Und immer wieder bestimmte das Thema der Unterbringung von Flüchtlingen das politische Tagesgeschehen, was sich auch an der thematisch eingeschränkten Vielfalt der veröffentlichten Artikel auf dieser unseren Internetpräsenz zeigt. Sicher wird dies auch für die nächste Zeit das bestimmende Thema bleiben. Ich hoffe jedoch, dass aus dem Freitaler Ortsverband zukünftig mit positiveren Meldungen Öffentlichkeitsarbeit betrieben werden kann. In jedem Fall werden wir versuchen, uns noch wahrnehmbarer mit unseren Standpunkten in der Öffentlichkeit bemerkbar zu machen.

Trauerweide im Schnee

Die nächsten Tage stehen zunächst einmal ganz im Zeichen der Besinnung. Im Namen des Ortsvorstands wünsche ich allen Mitgliedern, Sympathisanten und Bürgern ein ruhiges, besinnliches Weihnachtsfest und einen erfolgreichen und optimistischen Start in das neue Jahr 2016.

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